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Außenpolitik

19.10.2017 - Artikel

Stand: Oktober 2017

Mali gehört der Wirtschafts- und Währungsunion UEMOA (westafrikanische Franc-Zone) an und ist Mitglied der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS/CEDEAO, die nach dem Putsch 2012 eine wichtige Rolle bei der Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung spielte. 2017 hat Mali den Vorsitz der jungen Regionalgruppe „Sahel-G5“ inne, in der Mali mit Mauretanien, Niger, Burkina Faso und Tschad zusammenarbeitet.

Beziehungen zur westafrikanischen Subregion

Mali unterhält intensive außenpolitische Beziehungen zu Staaten in der westafrikanischen Subregion. Mit Senegal, Mauretanien und Guinea besteht die Organisation zur Nutzbarmachung des Senegalflusses (OMVS). Die Beziehungen zu den östlichen Nachbarn Niger und Burkina Faso sind freundschaftlich. Der südliche Nachbarstaat Côte d'Ivoire hat als Transitland zum Hafen Abidjan und wegen der dort lebenden Auslandsmalier eine besondere Bedeutung. Insgesamt leben 2,5 Millionen Malier in Nachbarländern.

Beziehungen zur islamischen Welt

Die Beziehungen zur islamischen Welt, insbesondere zu Saudi Arabien und Iran, sind freundschaftlich aufgrund der Zugehörigkeit zur muslimischen Welt. Eng sind die kulturellen und geistlichen Beziehungen zu Marokko.

Mali widmet der Pflege seiner Beziehungen zu Algerien und Mauretanien besondere Aufmerksamkeit. Diese sind für den Friedensprozess sowie die Bekämpfung terroristischer Netzwerke und organisierter Kriminalität in der Region und im Norden Malis von zentraler Bedeutung. Algerien spielte bei der Vermittlung zwischen bewaffneten Gruppen im Norden Malis und der Regierung eine führende Rolle.

Beziehungen zu China und Russland

Die Volksrepublik China gehört seit langem zu den wichtigsten Entwicklungspartnern Malis. Im Bereich großer Infrastrukturprojekte (Brücken, Straßen, Stadien, öffentliche Gebäude) ist China der wichtigste Drittstaat. Schwerpunkte liegen daneben im Gesundheitsbereich, in der Landwirtschaft sowie in einer sehr großzügigen Stipendienvergabe.

Die Beziehungen zur Russischen Föderation sind problemlos. Der Austausch von Stipendiaten und die Entwicklungshilfe wurden in den 90er Jahren erheblich reduziert. Das russische Engagement fällt hier weit hinter die früheren Anstrengungen der UdSSR zurück.

Weitere Informationen

Mali ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: